Was ist eine Fibelkette?
Eine Fibelkette ist eines der bekanntesten Schmuckstücke der Wikingerzeit und vieler anderer historischer Epochen. Anders als eine gewöhnliche Halskette wird sie nicht um den Hals getragen, sondern zwischen zwei Fibeln eingehängt, die ein Trägerkleid oder einen Peplos auf den Schultern zusammenhalten.
Die Kette verläuft dabei über den Brustbereich und verbindet beide Fibeln miteinander. Sie war nicht nur ein dekorativer Blickfang, sondern erfüllte auch praktische und repräsentative Zwecke. Archäologische Funde zeigen, dass Fibelketten über viele Jahrhunderte hinweg von Frauen unterschiedlicher Kulturen getragen wurden – von der Bronzezeit über die germanischen Stämme bis hin zur Wikingerzeit.
Heute gehören Fibelketten zu den beliebtesten Schmuckstücken für Reenactment, Living History, LARP und Mittelaltermärkte.
Die Geschichte der Fibelkette
Die Verwendung von Fibeln zum Verschließen von Kleidung reicht bis weit in die Vorgeschichte zurück. Schon in der Bronzezeit wurden Gewänder mit Fibeln zusammengehalten. Mit der Zeit entwickelte sich daraus die Tradition, diese Fibeln durch Ketten oder Perlenschnüre miteinander zu verbinden.
Besonders bekannt sind Fibelketten aus der Wikingerzeit. Zahlreiche Grabfunde aus bedeutenden Handelszentren wie Birka in Schweden, Haithabu im heutigen Schleswig-Holstein und von der Insel Gotland belegen ihre weite Verbreitung.
Die Gestaltung der Wikinger Fibelketten war dabei sehr unterschiedlich:
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einfache Ketten aus Glasperlen
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reich verzierte Gehänge mit Bernstein
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Metallketten mit Kettenverteilern
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Schmuckketten mit Münzen und Anhängern
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persönliche Zusammenstellungen mit Amuletten und Alltagsgegenständen
Je wohlhabender die Trägerin war, desto wertvoller waren häufig die verwendeten Materialien.
Welche Bedeutung hatten Fibelketten in der Wikingerzeit?
Für die Frauen der Wikingerzeit waren Fibelketten weit mehr als bloßer Schmuck.
Sie dienten als sichtbares Zeichen von Wohlstand, Herkunft und persönlichem Geschmack. Besonders hochwertige Glasperlen waren kostbare Handelswaren, die teilweise aus dem Nahen Osten oder dem Byzantinischen Reich importiert wurden und auch als Zahlungsmittel dienten.
Auch Anhänger hatten oftmals eine besondere Bedeutung. An Wikinger Fibelketten konnten beispielsweise befestigt werden:
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Ein Schlüssel als Symbol der Hausherrin
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kleine Werkzeuge des täglichen Lebens
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religiöse Amulette
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Bernstein als Schutzstein
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Münzen aus fernen Ländern
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persönliche Erinnerungsstücke
Jede Fibelkette erzählte somit ein Stück der Lebensgeschichte ihrer Trägerin.
Wie wird eine Fibelkette getragen?
Eine der häufigsten Fragen lautet: „Wie trägt man eigentlich eine Fibelkette?“
Die Antwort ist einfach: Die Fibelkette wird an zwei Fibeln befestigt, die das Trägerkleid oder den Peplos auf den Schultern halten.
Hierfür werden meist kleine S-Haken verwendet. Diese verbinden die Enden der Kette mit den Fibeln. Anschließend hängt die Kette locker über den Brustbereich.
Je nach Länge und Gestaltung kann sie:
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in einem einzelnen Bogen verlaufen,
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mehrere Bögen bilden,
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zusätzliches Gehänge tragen,
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oder durch Kettenverteiler besonders aufwendig gestaltet sein.
Dadurch entsteht das charakteristische Erscheinungsbild vieler wikingerzeitlicher Frauengewänder.
Die Fibelkette am Wikinger-Trägerkleid

Das typische Wikinger-Trägerkleid wird häufig als Hängerock bezeichnet. Es wurde über einer Untertunika getragen und vorne am Dekolletee durch zwei Ovalfibeln – oft auch Schildkrötfibeln genannt – zusammengehalten.
Genau zwischen diesen Fibeln befand sich dann die Fibelkette.
Historische Grabfunde zeigen, dass die Gestaltung von Region zu Region unterschiedlich war. Während manche Frauen lediglich wenige Perlen zwischen den Fibeln trugen, schmückten andere ihre Gewandung mit aufwendigen mehrsträngigen Ketten und zahlreichen Anhängern.
Besonders auf Gotland entwickelten sich äußerst prächtige Formen dieses Gewandschmucks.
Keltische Fibelketten am Peplos befestigen

Nicht nur Wikingerinnen trugen Fibelketten. Auch bei verschiedenen germanischen und keltischen Darstellungen findet man Gewänder, die nach dem Prinzip des Peplos gearbeitet wurden.
Der Peplos besteht aus einem rechteckigen Stoffstück, das auf den Schultern mit Fibeln geschlossen wird. Da keine festen Träger vorhanden sind, übernehmen die Fibeln eine wichtige Funktion.
Die Fibelkette verbindet diese beiden Fibeln und schafft gleichzeitig einen dekorativen Blickfang. Besonders bei alemannischen, germanischen und keltischen Darstellungen wird diese Trageweise gerne verwendet.
Welche Materialien wurden für historische Fibelketten verwendet?
Archäologische Funde zeigen eine erstaunliche Vielfalt an Materialien.
Glasperlen

Bunte Glasperlen gehören zu den häufigsten Funden der Wikingerzeit. Sie wurden in zahlreichen Farben hergestellt und teilweise über weite Handelswege importiert.
Besonders kostbar waren sogenannte Gold- und Silberfolienperlen. Bei ihrer Herstellung wurde zunächst eine hauchdünne Folie aus Gold oder Silber um den Perlenkern gelegt. Anschließend überzog man diese mit einer Schicht aus klarem Glas, wodurch der metallische Glanz geschützt wurde und die Perle ihre charakteristische, edle Ausstrahlung erhielt. Solche Perlen galten als Luxusgüter und waren oft ein sichtbares Zeichen von Wohlstand und gesellschaftlichem Status.
Bernstein
Bernstein war im Ostseeraum weit verbreitet und galt als wertvolles Material. Viele Wikingerinnen trugen Bernsteinperlen, oder ganze Fibelketten aus Bernstein, als Schmuck oder Schutzamulett.

Metall
Bronze, Eisen, Silber und gelegentlich sogar Gold kamen bei Kettenelementen und Anhängern zum Einsatz.

Bergkristall und Edelsteine
In wohlhabenden Kreisen fanden auch Bergkristall, Karneol oder andere Halbedelsteine Verwendung.

Das benötigst du zum Tragen einer Fibelkette
Für eine vollständige historische Darstellung benötigst du:
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zwei Fibeln (beispielsweise Schildkrötfibeln oder Bügelfibeln)
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zwei kleine S-Haken
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eine oder mehrere passenden Fibelketten
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ein Trägerkleid oder einen Peplos
Wichtig zu wissen: Die Fibeln und S-Haken gehören bei vielen Anbietern – auch bei Belanas Schatzkiste – nicht automatisch zum Lieferumfang der Fibelketten und müssen gegebenenfalls separat bestellt werden.
Handgefertigte Fibelketten von Belanas Schatzkiste
Bei Belanas Schatzkiste entstehen alle Fibelketten in liebevoller Handarbeit im Schwarzwald.
Jede einzelne Kette wird von mir sorgfältig zusammengestellt und gefertigt. Dabei lasse ich mich von historischen Vorbildern inspirieren, verbinde diese jedoch mit einer harmonischen Gestaltung, die auch modernen Ansprüchen gerecht wird.
Besonders beliebt sind:
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Wikinger Fibelketten mit Glasperlen

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Fibelketten mit Bernstein
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alemannische Fibelketten
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mehrsträngige Gehängeketten

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Ketten mit historischen Münzen

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Schmuckstücke mit nordischen Anhängern

So entsteht jedes Mal ein individuelles Unikat.
Warum Fibelketten heute so beliebt sind
Fibelketten erleben seit Jahren eine Renaissance. Sie verbinden historische Authentizität mit zeitloser Schönheit und machen jedes Gewand zu etwas Besonderem.
Ob auf Mittelaltermärkten, bei Reenactment-Veranstaltungen, Living-History-Events oder im LARP – eine Fibelkette verleiht dem Outfit sofort einen authentischen Charakter.
Gleichzeitig bieten sie unzählige Möglichkeiten, die eigene Darstellung individuell zu gestalten und persönliche Akzente zu setzen.
Fazit: Fibelketten verbinden Geschichte und Handwerkskunst
Fibelketten gehören zu den faszinierendsten Schmuckformen der europäischen Geschichte. Sie waren Schmuckstück, Statussymbol und persönlicher Ausdruck zugleich.
Noch heute begeistern sie durch ihre besondere Trageweise und ihre historische Ausstrahlung. Wer sein Wikingergewand, seinen Peplos oder eine frühmittelalterliche Darstellung stilvoll ergänzen möchte, findet in einer handgefertigten Fibelkette das perfekte Accessoire.
In der Kollektion von Belanas Schatzkiste findest du liebevoll gefertigte Unikate, die historische Inspiration und modernes Handwerk miteinander verbinden – für ein Gewand, das Geschichten erzählt.
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